Über Wilde Worte

“Words ought to be a little wild, for they are the assaults of thoughts on the unthinking.”

– John Maynard Keynes, englischer Ökonom (1883 – 1946)

 

Der ursprüngliche Antrieb zu diesem Blog war mein grosser Gerechtigkeitssinn, meine tägliche Empörung beim Nachrichtenlesen, die bedrückende Ohnmacht angesichts so grosser, vermeidbarer Ungerechtigkeit. Ich war und bin der Auffassung, dass jede und jeder von uns viele, wenn noch so kleine Unterschiede machen kann, die doch bedeutsam sind. Gar nichts tun, weil wir allein eine schlimme Situation nicht ändern können, ist meiner Meinung nach zu bequem. Denn nur schon zum Diskurs beizutragen, die eigene Meinung überprüfen, anpassen und kundtun ist ein Beitrag zum nötigen gesellschaftlichen Wandel. Oft ist das der einzige Beitrag, den wir leisten können. Oft bräuchte es auch nichts mehr von den Einzelnen. Dies ist meiner.

Dieser Blog soll sich in Zukunft aber nicht mehr nur um gesellschaftliche und politische Fragen drehen. Ich verspüre in letzter Zeit mehr und mehr das Bedürfnis, persönlichere Gedanken aufzuschreiben. Hier veröffentlichen will ich sie, weil ich überzeugt bin, dass sie einzelne LeserInnen erkennen werden, und ich aus eigener Erfahrung weiss, wie wichtig und wohltuend es ist, zu erfahren, dass man nicht die/der Einzige/r ist mit gewissen Gedanken, Ängsten, Träumen oder Zweifeln. Wild und schonungslos ehrlich will ich sie aufschreiben, denn Selbstzensur ist ein viel zu weit verbreitetes Gift.

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