Nachdem ich am letzten 5. Februar meinen ersten Blogeintrag über Syrien (siehe “Selektive Mutanfälle”) online stellte, las ich verschiedene Stellungnahmen von Politikern und Gelehrten, die davor warnten, sich von Emotionen wie Mitleid und Wut leiten zu lassen und sich in ein Konflikt einzumischen, das uns (nicht-Syriern) nichts angeht. Man könne dabei viel Schaden anrichten, weil man die komplexe Lage nicht genau versteht, weil man dabei selbst zivile Opfer verursachen kann, weil man möglicherweise das Volk bevormundet und ihm die Möglichkeit nimmt, sich seine Freiheit und Selbstbestimmung eigenhändig zu greifen und weil danach – nach einer fremden Intervention – ein gefährliches Machtvakuum entstehen könne.
Diese Argumente gegen eine Intervention kann ich nachvollziehen. Doch das Gefühl, dass es nicht richtig sein kann, nicht einzugreifen, während in Syrien zivile Menschen gefoltert und getötet werden, lässt sich davon nicht abschwächen. Weiterlesen
