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Inequality, Ungleichheit

Danny Dorling on Inequality

“Markets are incredibly efficient when everybody is on the same level. Markets become really inefficient when you have a few people who have lots of money and many people who don’t. So the people who have lots of money might just buy some food because they feel like hoarding it, not because they need it. […] So inequality makes market economies inefficient.”

 

– Danny Dorling, Professor of Human Geography, in Social Science Bites of 1st May 2012

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Aus Egoismus für soziale Gleichheit

Aus freisinnigen Kreisen hört man oft, dass Einkommensunterschiede durch Leistung gerechtfertigt seien. Wer mehr leistet, soll es auch zu mehr bringen. Wer mehr Verantwortung übernimmt, soll dafür entlöhnt werden. Damit bin ich einverstanden.

Doch die Unterschiede, die heute in den meisten Ländern üblich sind, haben nichts mehr mit Leistung zu tun. Die heutigen 1’226 Dollarmilliardäre (siehe Tagesanzeiger.ch) haben ihre bis zu 69 Milliarden nicht selbst erarbeitet. Die ersten Millionen vielleicht schon (wenn sie nicht geerbt wurden, wie bei vielen auf dieser Liste), doch danach wächst das Einkommen und Vermögen, weil sie ihr Kapital arbeiten lassen. Auch das ist grundsätzlich gut, denn es kommt anderen zugute, wenn Investitionen getätigt werden. Problematisch sind die unzähligen, so kreativen wie komplizierten fiskalischen Tricks, mit denen Vermögende allerlei Steuern umgehen. Das sind Vorgänge, die in keinerlei Verbindung zur Leistung dieser Leute stehen.

Zur Frage der richtigen Entlöhnung für die Übernahme von Verantwortung in grossen Unternehmen kann man heutzutage nur bitter lächeln, wo kaum ein Manager für Schäden seiner Firma geradesteht, sondern höchstens mit einer millionenhohen Abgangsentschädigung in eine andere Firma wechselt, wo er wieder “Verantwortung übernimmt”.

Es geht mir in diesem Beitrag nicht so sehr um die krassen oben erwähnten Beispiele, sondern um Ungleichheit an sich. Weiterlesen

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