Von der Finanz- zur Demokratie-Krise

Ich könnte nicht sagen, wann es angefangen hat. Aber es ist, seitdem ich Zeitungen lese und mich für Politik und Wirtschaft interessiere, immer offensichtlicher, dass unsere westliche Welt, die sich so sehr damit rühmt, demokratisch zu sein, eben dies in der Tat nicht mehr ist. Unter demokratischer Etiketten regieren zunehmend nicht die von den Völkern gewählten Vertreter sondern diejenigen, die sich Einfluss erkaufen können. Dass damit Wirtschaft, politische und soziale Stabilität an die Wand gefahren werden, war zu erwarten und ist heute sichtbar.

Lieber würde ich erleben, dass diejenigen die an den Steuerrädern sitzen, intelligent genug sind zu erkennen, dass sie sich auch selbst an die Wand fahren. Dass sie ihren eigenen Wohlstand nicht werden erhalten können, wenn sie die restliche Gesellschaft vor die Hunde gehen lassen. Denn Geld ist, wenn es ganz hart auf hart kommt, nichts wert. Weiterlesen

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Punk Wirtschaft

In meinem Beitrag zur Schuldenkrise vom 1. März habe ich auf ein kurzes Video hingewiesen (Punk Economics 2), wo der irische Ökonom David McWilliams die volkswirtschaftlichen Zusammenhänge erklärt, die zu dieser Krise geführt haben, und was nun eigentlich vor sich geht. Er erklärt es so, dass es jedermann verstehen kann, und wird dabei von einem Zeichner unterstützt, der auf einer Tafel das Erklärte kunstvoll illustriert. Nun gibt es Punk Economics auch auf Deutsch. Ich finde diese Videos absolut sehenswert und poste hier deshalb Punk Wirtschaft 1 für euch:

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Ihr habt versagt. Und wir haben genug!

Angela Merkel stellt Solidarität als eine der drei Grundlagen des zweiten Rettungspakets für Griechenland dar. Solidarität!? Wem gegenüber? Wen wollen die für dumm verkaufen, Merkel & Co., die momentan über den ganzen EU-Raum in Finanzfragen so gut wie diktieren? Das eben verabschiedete Rettungspaket, wie das erste schon, soll nicht Griechenland, sondern deren Gläubiger – vornehmlich europäische Banken und Hedgefonds – retten.

Das Geld streift Griechenland gerade mal im Vorbeiflug zu den Investoren, die im Glauben daran, die EU würde ein Mitgliedstaat nicht pleite gehen lassen (können), sich mit hochverzinsten aber eben riskanten Anleihen eingedeckt haben. Hohe Zinsen sollen hohe Risiken aufwiegen. Die Theorie klingt doch wunderbar schlüssig. Aber so wie andere in der Theorie wunderbare Modelle, die heute aber schon als Schimpfwort gelten, funktioniert auch unser heutiges System nicht. Einige wenige Marktteilnehmer bekommen „s’Füfi ond s’Weggli“: hohe Zinsen aber ohne Risiko – das übernimmt die Allgemeinheit. Weiterlesen

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